Vater von Vergewaltigungsopfer aus Indien: Ich will das die Welt weiß das meine Tochter Jyoti Singh Pandey hieß

Sie ist in der ganzen Welt nur als Indien´s Tochter bekannt, gefolgt von der abscheulichen Vergewaltigung und Mord.

Aber heute, mit Erlaubnis ihres zerstörten Vaters, können wir ihren Namen enthüllen: Jyoti Singh Pandey.

Der tapfere Vater Badri, 53, sagte der The Sunday People:

    “Wir wollen das die Welt ihren wirklichen Namen kennt. Meine Tochter tat nichts Falsches, sie starb während sie sich wehrte. Ich bin stolz auf sie. Ihren Namen zu enthüllen, wird anderen Frauen Mut geben, die solche Angriffe überlebt haben. Sie werden von meiner Tochter Kraft bekommen.“

Wir interviewten Badri und seine Familie in seinem Ahnendorf von Billia im nördlichen indischen Staat von Uttar Pradesh.

Sie haben sich dort zurückgezogen, weg aus Delhi - ein Platz, der sie an den barbarischen sexuellen Angriff ständig erinnern wird. Jyoti, 23, wurde dem unterworfen, als sie und ein männlicher Freund in einem Bus gelockt wurden.

Seine Frau Asha, 46, war zu erschüttert um mit uns zu sprechen.

Badri sagte:

    “Zuerst wollte ich die verantwortlichen Männer von Angesicht zu Angesicht sehen, aber das will ich nicht mehr. Ich will nur hören das dass Gericht sie bestraft hat und sie gehängt werden.
    “Tod für alle sechs. Diese Männer sind Bestien. Sie sollten als Beispiel dienen, damit man sieht das die Gesellschaft solche Sachen nicht duldet.“

Sich zurückerinnernd an den Tag über das Martyrium seiner Tochter, sagte Badri, das er erst gegen 22.30 Uhr am 16. Dezember von seiner Schicht vom Delhier Flughafen nach Hause ging.

Seine Frau machte sich um Jyoti Sorgen, weil sie von Kino noch nicht nach Hause gekommen war.

Badri sagte:

    “Wir fingen an sie auf ihrem und auf dem Handy ihres Freundes anzurufen, aber es ging niemand ran.

    Dann um 23.15 Uhr bekamen wir einen Anruf von der Klinik in Delhi die uns sagten das meine Tochter einen Unfall hatte.

Badri bat einen Freund ihn mit dem Motorrad hinzufahren.

Er sagte:

    “Als ich sie zuerst sah, lag sie mit geschlossenen Augen im Bett.
    Ich legte meine Hand auf ihre Stirn und rief ihren Namen. Sie öffnete langsam die Augen und begann zu weinen und sagte mir sie hätte Schmerzen.

    Ich hielt meine Tränen zurück. Ich sagte ihr das sie sich keine Sorgen machen soll, sie soll stark sein und alles wird gut werden.

Zu diesem Zeitpunkt wusste Badri immer noch nicht was geschehen ist. Ein Polizeibeamter erklärte es ihn schließlich. Jyoti und ihr Freund Awindra Pandey, 28, stiegen in einen Bus um nach Hause zu fahren, wurden aber von dem Busfahrer und vier Insassen zu einer Höllenfahrt mitgenommen.

Beide wurden mit Eisenstangen geschlagen und Jyoti wurde wiederholt vergewaltigt, bevor sie ausgezogen auf einer Straße in der Nähe des Delhier Flughafens hinausgeworfen wurden – ein paar Meter von Badri´s Arbeitstelle. Er sagte:

    „Ich rief sofort meine Frau und meine Söhne an und sagte ihnen sie sollen ins Krankenhaus kommen. Aber ich konnte ihnen nichts von der Vergewaltigung sagen.“

Die ersten zehn Tage war Jyoti teilweise bei Bewusstsein und die Hoffnung das sie überlebt war vorhanden. Badri sagte:

    „Die Ärzte taten ihr bestes um sie zu retten. Sie sprach ein paar Mal, aber meistens nur durch Gesten. Sie hatte einen Ernährungsschlauch in ihrem Mund, das ihr das Sprechen erschwerte. Aber sie schrieb auf einem Papier auf das sie leben will, dass sie überleben will und mit uns bleiben will. Doch es war das Schicksal das zum Schluss das Sagen hatte.“

Jyoti gab der Polizei zwei Aussagen, aber Badri war zu besorgt um da zu sitzen und er konnte nicht hören was seine Tochter berichtete.

    „Meine Frau war während der ganzen Anhörung bei ihr, aber sie weinte sehr viel, nachdem sie alles gehört hatte,“

sagte Badri.

    “Sie erzählte mir dann was geschehen ist. Ich habe keine Worte diesen Vorfall zu beschreiben. Alles was ich sagen kann, das sind keine Menschen, nicht einmal Tiere. Sie sind nicht aus dieser Welt. Es war nur grausam und ich hoffe keiner macht das durch was sie erdulden musste. Sie weinte sehr viel, sie hatte starke Schmerzen. Und sobald sie ihre Mutter und ihre Brüder sah, weinte sie erneut.
    Trotzdem war sie ein mutiges Mädchen, sie versuchte uns zu trösten und gab und Hoffnung das alles gut sein wird.”

Die Ärzte waren gezwungen Jyoti´s Eingeweide zu entfernen und als ihr Zustand schlimmer wurde, flogen sie sie nach Singapur in einer Spezialklinik.

Badri sagte:

    “Ich sagte ihr alles wird gut werden und wir werden bald wieder zu Hause sein. Sie war aufgeregt als wir darüber sprachen nach Hause zu gehen und sie lächelte. Ich legte meine Hand auf ihre Stirn, sie fragte mich ob ich zu Abend gegessen habe und dann gestikulierte sie mir, ich sollte schlafen gehen. Ich hielt ihre Hand und küsste sie. Ich sagte ihr sie soll sich ausruhen und sich keine Sorgen machen, und sie schloss ihre Augen.“

Als Jyoti um ihr Leben kämpfte gingen Tausende auf die Straßen und forderten die Erhängung der sechs Angeklagten in einen neuen Antivergewaltigungsgesetz. Aber drei Tage später, am 29. Dezember hatte sie einen tödlichen Herzinfarkt.

Badri sagte:

    “Ich wollte so verzweifelt das sie überlebt, auch wenn sie mit der Erinnerung dieses Angriffs leben musste und traumatisiert gewesen wäre. Wir sind so tief traurig das sie gegangen ist. Da ist eine große Leere in unseren Leben. Sie war der Mittelpunkt unserer Welt. Unser Leben drehte sich um sie. Ihre Abwesenheit ist so schmerzlich, eine Zukunft ohne sie ist unvorstellbar.“

Badri sagte das Jyoti´s Freund Awindra nicht ihr fester Freund gewesen ist – nur ein sehr guter Freund der versuchte sie zu retten.

Er sagte:

    “Es war nie die Rede davon das sie heiraten, weil wir verschiedenen Kasten angehören. Sie drückte auch nie den Wunsch aus zu heiraten. Sie war auf ihrem Studium konzentriert und wollte zuerst eine gute Arbeitsstelle.“

Badri offenbarte auch dass Jyoti oft erwähnte, wie sehr Awindra versucht hatte sie zu retten.

    „Sie sagte ihrer Mutter, das er sein Bestes versucht hatte zu helfen, aber die schlugen ihn dauernd mit einer Stange.“

Badri pflegt jetzt die Erinnerungen seiner Tochter. Er erinnert sich an ihren Traum, Ärztin zu werden.

Er sagte:

    “Ich sagte ihr das ich es mir nicht leisten kann für das Studium zu zahlen, aber sie war entschlossen. Sie wollte Ärztin werden und viel Geld verdienen und ins Ausland gehen.“

Als Badri nach Delhi im Jahr 1983 zog, verdiente er nur 150 Rupien – gleichwertig mit 1.70 heutigen englischen Pfund . Aber es verkaufte einiges an Land für die Studien seiner Tochter und legte so viel wie nur möglich von seinen 5.700 Rupien (65 Pfund) auf die Seite, die er jetzt verdiente.

Badri sagte:

    “Es ist hart in Delhi zu leben mit meinem Lohn, sehr hart. Aber Jyoti sagte immer, sie würde das alles ändern. Sie wollte unser Leben ändern, sobald sie eine Arbeit gehabt hätte.“

Jyoti hat ihre 4-jährige Ausbildung zur Physiotherapeuten in Delhi beendet. Sie machte grad eine Unterbrechung, als der Angriff geschah.

Ihre Brüder, Gaurav Singh, 20, und Saurav Singh, 15, standen ihrer großen Schwester sehr nahe und können sich nicht vorstellen wie sie zurechtkommen werden. Gaurav sagte:

    „Das Leben wird ohne ihr sehr schwierig sein. Ohne ihrer Leitung, weiß ich nicht was ich machen soll, oder wie ich durchs Leben gehen soll.“

Badri und seine ganze Familie waren von der Art und Weise sehr gerührt, wie die Nation sie unterstützte. Er sagte:

    „Die Menschen aus Indien haben uns die Kraft gegeben mit unserem Verlust zurecht zu kommen. Ich fühle das sie nicht nur meine Tochter, sondern auch die Tochter Indiens ist.
    Ich pflegte über Vergewaltigungsfälle in den Zeitungen zu lesen, gab ihnen aber keine große Bedeutung. Wir sind den Menschen so dankbar, die auf die Straßen gingen und gegen dieses unmenschliche Verhalten protestierten.“

DNA Test haben fünf Männer und einen 17-jährigen aus dem Bus der Tat zugeordnet. Die Männer werden in Saket vor dem Richter gestellt und der 17-jährige wird gesondert als Minderjähriger verurteilt.

Badri hofft nun das Mütter und Väter ihren Söhnen beibringen werden Frauen zu respektieren. Er sagte:

    „Die Polizei kann das nicht selbst tun. Aber Eltern müssen ein Auge auch auf ihre Kinder auch werfen.“

Badri´s Gesicht erhellt sich als er über Jyoti´s Träume spricht und lädt uns dazu ein uns sein Familienalbum anzusehen. Jedes Foto zeigt seine hübsche Tochter lachend. Auf den meisten Fotos trägt sie westliche Kleidung, das sie viel lieber trug als Sarees. Sie trug auch immer ihre langen, schwarzen Haare offen – sie band sie nie zu einem Zopf.

Mit Rücksicht auf Badri´s Wunsch, bat er uns sie nicht abzulichten.

Ein Foto vor ihr zu veröffentlichen ist für ein andermal geplant.

Indisches Gesetz verbietet die namentliche Nennung eines Vergewaltigungsopfers, wenn sie verstorben ist, muss die Familie dem zustimmen.

Im Moment genügt es der trauernden Familie den Namen ihrer wertvollen Tochter der Welt preiszugeben.

http://www.mirror.co.uk
Übersetzung: ©2013 www.blog-bollywood.de - Manuela Binder

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